Projektabschluss COVID-19 Lessons Learned

  Mitarbeitende tragen Mund-Nasen-Bedeckungen bei einem Arbeitstreffen © Martin Braun
25.03.2022

Ergebnisse einer Delphi Studie zur Absicherung der Erkenntnisse der ersten Projektphase

 

Die COVID-19 Pandemie führte innerhalb kurzer Zeit tiefgreifende Veränderungen in unserer Gesellschaft herbei, die auch in der Arbeitswelt deutlich spürbar waren. Die pandemiebedingten Veränderungen wurden im Rahmen der ersten Phase des Forschungsprojekts COVID19LL mittels Experteninterviews mit Vertreterinnen und Vertretern der Wirtschaft erfasst und systematisch analysiert und anschließend in Form normativ-narrativer Best-Practices aufbereitet.

In der nun abgeschlossenen zweiten Projektphase wurden die in den Interviews der vorangegangenen Phase gewonnenen Erkenntnisse in Form von 17 Maßnahmen aufbereitet, die mit Hilfe von Unternehmerinnen und Unternehmern, Arbeitgeber- und Arbeitnehmerverbänden sowie Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern systematisch validiert wurden. Die Validierung der identifizierten Maßnahmen wurde mittels der Multi-Round Delphi-Methode durchgeführt, bei der die Expertinnen und Experten die Maßnahmen bezüglich zweier Szenarien bewerten: (1) Die Bewältigung der COVID-19 Pandemie sowie (2) eine Arbeitswelt außerhalb einer Krisensituation.

Die Ergebnisse der Delphi-Studie zeigen, dass insbesondere Aspekte der Flexibilisierung von Arbeitszeit und Arbeitsort sowie die damit einhergehenden Konsequenzen hinsichtlich digitaler Führung, hybrider Arbeitsformen und einer Reduktion von Dienstreisen sowohl zur Bewältigung der Pandemie also auch für eine zukünftige Arbeitswelt außerhalb einer Krisensituation als ausgesprochen sinnvoll eingeschätzt werden. Insbesondere zur Bewältigung der COVID-19 Pandemie wurden zudem ein erweiterter Hygieneschutz, die Einführung eines permanenten Krisenstabs und die Transparenz von Anwesenheits- und Raumbelegungsplänen der Beschäftigten als sinnvoll hervorgehoben. Maßnahmen, für die ein Mehrwert außerhalb einer Krisensituation gesehen wurde, betrafen vor allem auf Kooperation ausgerichtete Arbeitsplatzkonzepte und die Einstellung nicht lokal ansässiger Mitarbeitenden. Das Arbeiten ausschließlich in festen Teams wurde für keines der beiden Szenarien für sinnvoll befunden.

Insgesamt kann somit davon ausgegangen werden, dass die COVID-19 Pandemie in Unternehmen und Organisationen einen langfristigen Veränderungsprozess auslöste und viele der Maßnahmen, die pandemiebedingt kurzfristig eingeführt wurden, auch in Zukunft zu einer Steigerung der Wertschöpfung und Verbesserung der Arbeitsbedingungen beitragen können.

Weitere Informationen erhalten Sie auf unserer Projektseite.

Das Projekt COVID19LL (Förderkennzeichen: 02L18A700) wird in der Programmlinie „Zukunft der Arbeit“ vom BMBF gefördert und durch den Projektträger PTKA betreut.