Gute Lösungen für die Zukunft nutzen

  Mitarbeitende tragen Mund-Nasen-Bedeckungen bei einem Arbeitstreffen. Urheberrecht: © Martin Braun
16.11.2021

Erste Ergebnisse aus dem Forschungsprojekt COVID-19 Lessons Learned

 

Im Rahmen des Projekts „Gute Lösungen für die Zukunft nutzen – COVID-19 Lessons Learned“ werden Erfahrungen von Unternehmen im Umgang mit der Covid-19 Pandemie für einen langfristigen Erkenntnisgewinn gesammelt und aufbereitet. Zu diesem Zweck wurden in den vergangenen Monaten Interviews mit UnternehmensvertreterInnen sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen in verschiedenen Regionen Deutschlands (NRW, Bayern, Sachsen) geführt.

Die Ergebnisse der Interviewreihe wurden für eine praxisnahe Darstellung in Form normativ-narrativer Best-Practice Szenarien aufbereitet. Die Szenarien beschreiben jeweils den Arbeitsalltag fiktiver Arbeitspersonen und fokussieren, wie ihre Arbeit durch die im Unternehmen umgesetzten Veränderungen beeinflusst wird. Neben den in den Interviews identifizierten Maßnahmen illustrieren die Szenarien die für die Implementierung der Maßnahmen relevanten Rahmenbedingungen und Erfolgsfaktoren.

Zur Systematisierung der Erkenntnisse wurden separate Szenarien für unterschiedliche Formen der Arbeitsausführung erstellt. Dabei wurden Arbeitsbereiche danach unterschieden, ob physische Anwesenheit unabdingbar ist, ob physische Anwesenheit teilweise erforderlich ist oder ob keine physische Anwesenheit zur Arbeitsausführung notwendig ist. Während im Szenario für ortsgebundenes Arbeiten der inhaltliche Fokus auf der Einführung und Einhaltung von neuen Hygienekonzepten liegt, arbeitet das Szenario für ortsungebundenes Arbeiten die Voraussetzungen für einen möglichst reibungslosen Umstieg auf das digitale Arbeiten heraus. Das Szenario für teilweise ortsgebundenes Arbeiten verdeutlicht, dass unter diesen Bedingungen die Vorzüge einer Flexibilisierung von Arbeitszeiten und dem Arbeitsort besonders deutlich zum Tragen kommen können. Diese drei Szenarien werden durch ein Viertes ergänzt, welches Vorgehen und Erfahrungen der befragten Unternehmen im operativen Umgang mit krisenbedingten Herausforderungen im Allgemeinen umfasst.

In der aktuell laufenden zweiten Projektphase werden die Ergebnisse der Interviewreihe mittels einer Delphi Studie, in der ExpertInnen online befragt werden, praxisnah und systematisch validiert. Um den Transfer der Ergebnisse in Unternehmen und in den verschiedenen Regionen zu fördern, werden neben ExpertInnen aus der Arbeitsforschung insbesondere auch UnternehmensvertreterInnen sowie Arbeitgeber- und Arbeitnehmervertretungen in die Analyse einbezogen.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie auf unserer Projektseite.

Das Projekt COVID19LL (Förderkennzeichen: 02L18A700) wird in der Programmlinie „Zukunft der Arbeit“ vom BMBF gefördert und durch den Projektträger PTKA betreut.