AKzentE4.0

  Frau steht in Produktionshalle vor Roboter und hält Tablet in der Hand Urheberrecht: © ipopba - stock.adobe.com Projektlogo AKzentE4.0  

Arbeitswissenschaftliches Kompetenzzentrum für Erwerbsarbeit in der Industrie 4.0

 

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.10.2021 bis 30.09.2026
Forschungsbereich:
Arbeitswissenschaftliche Begleitung von Veränderungs- und Transformationsprozessen | Integrierte Forschung für Arbeitsinnovationen
Status:
Laufend

Kontakt

Name

Verena Nitsch

Institutsleitung

Telefon

work
+49 241 80 99440

E-Mail

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Kurzbeschreibung

Der Ausstieg aus der Kohleverstromung führt im Rheinischen Revier zu erheblichen strukturellen Veränderungen, die in vielen Bereichen mit wirtschaftlichen Einbußen und dem Verlust von Arbeitsplätzen einhergehen. Das „Arbeitswissenschaftliche Kompetenzzentrum für Erwerbsarbeit in der Industrie 4.0“, kurz AKzentE4.0, wird hierzu mit rund 12 Millionen Euro gefördert und befasst sich mit der menschengerechten Einführung und Umsetzung von Konzepten und Technologien der Industrie 4.0 in der Region Aachen.

Im Kompetenzzentrum geht es um die Frage, wie digitale Technologien und Künstliche Intelligenz eingesetzt werden können, um die Wettbewerbsfähigkeit regionaler Unternehmen zu fördern und den Strukturwandel im Rheinischen Revier sozial nachhaltig zu gestalten.

Herausforderungen

Die Region Aachen zeichnet sich durch eine einzigartige Mischung aus Hochtechnologie und Produktionsexpertise aus, getragen von hauptsächlich kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) sowie renommierten Hochschulen.

Technologien und Konzepte der Industrie 4.0, insbesondere KI-basierte Anwendungen, werden in der Region bislang nur von wenigen Unternehmen umgesetzt. Die Ursachen reichen von fehlendem Know-how bis hin zu Vorbehalten bezüglich des Nutzens für die Betriebe und ihre Beschäftigten. Es besteht Bedarf an Unterstützung bei der Entwicklung und Einführung neuer Technologien sowie die Notwendigkeit, deren Auswirkungen auf Arbeitspersonen und -bedingungen zu untersuchen. Gleichzeitig bieten sich Handlungs- und Entscheidungsspielräume, die es für die Gestaltung einer technologischen und sozial innovativen Arbeitswelt der Zukunft zu nutzen gilt.

Zielsetzung

Das übergeordnete Ziel des Projekts ist es, in Aachen ein arbeitswissenschaftliches Kompetenzzentrum für den Bereich der Erwerbsarbeit in der Industrie 4.0 aufzubauen, dieses zu erproben und zeitgleich eine Umsetzungsstrategie für die Verstetigung zu entwickeln. Industrie 4.0 Technologien, insbesondere KI-basierte Anwendungen, sollen hinsichtlich ihrer Möglichkeiten für die betriebliche Arbeitsgestaltung erforscht und für Unternehmen erfahrbar gemacht werden. In Konsortialprojekten werden arbeitswissenschaftliche Methoden und Verfahren entwickelt, die für die partizipative und prospektive Arbeitsgestaltung sowie zur ergonomischen Bewertung genutzt werden können. Darüber hinaus werden innovative Konzepte für den Technologietransfer sowie Qualifizierungsmaßnahmen und (Um-) Schulungsprogramme ausgearbeitet.

Vorgehen

Die drei zentralen Bestandteile des Aachener Kompetenzzentrums sind:

  • Infrastruktur: Mixed-Reality Modellfabrik zum Erproben und Weiterentwickeln innovativer Ansätze und Evaluierung von Parametern der Arbeitsgestaltung, die sich durch betriebliche Komponenten und innovative Demonstratoren kontinuierlich erweitern lässt sowie ein offen zugänglicher Wissensspeicher
  • Vernetzung: Verschiedene Vernetzungsformate zum Austausch mit und Einbindung von lokalen Akteuren, Clustern und Institutionen
  • Methoden: Arbeitswissenschaftliche Bewertungsverfahren und Arbeitsgestaltungsstrategien für die menschengerechte Arbeitsgestaltung im Zeitalter der Digitalisierung

Förderung

Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) in der Fördermaßnahme „Zukunft der Arbeit: Regionale Kompetenzzentren der Arbeitsforschung. Gestaltung neuer Arbeitsformen durch Künstliche Intelligenz“ im Programm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ gefördert (Förderkennzeichen: 02L19C400) und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut.

Projektpartner

Wissenschaftliche Partner
Institut für Arbeitswissenschaft der RWTH Aachen University
Werkzeugmaschinenlabor der RWTH Aachen University
Lehrgebiet Robotik und Grundlagen der Informatik, Fachhochschule Aachen
Lehrgebiet Fahrzeugsysteme und Grundlagen der Elektrotechnik, Fachhochschule Aachen

Fachbereich Medien, Hochschule Düsseldorf

FIR e.V. an der RWTH Aachen University

Umsetzungspartner
CBM GmbH
MA&T Sell & Partner GmbH
Vereinigte Unternehmerverbände Aachen e. V.
Stadt Aachen (Fachbereich Wirtschaft, Wissenschaft, Digitalisierung und Europa)
Handwerkskammer Aachen

Anwendungspartner
AIXTRON SE
Aurubis Stolberg GmbH & Co. KG
DIRKRA Sondermaschinenbau GmbH & Co.KG
Fecken-Kirfel GmbH & Co. KG
HECKER & KROSCH GmbH & Co. KG
Lauscher Präzisionstechnik GmbH
Lebenshilfe Aachen Werkstätten & Service GmbH
NEUMAN & ESSER GmbH & Co. KG
Ph-MECHANIK GmbH & Co.KG
Wagner GmbH Eschweiler

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