WiDiPro

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Wissensintensive industrielle Dienstleistungen weltweit produktiv erbringen

 

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.10.2010 bis 30.09.2013
Forschungsbereich:
Unterstützung, Führung und Management von innovativer, kooperativer Arbeit
Status:
Abgeschlossen

Kontakt

Name

Susanne Mütze-Niewöhner

Abteilungsleitung Arbeitsorganisation

Telefon

work
+49 241 80 99451

E-Mail

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Kurzbeschreibung

Im Rahmen des Verbundprojektes WiDiPro wird ein ganzheitliches Instrument für Unternehmen entwickelt, welches diese bei der Gestaltung und Steigerung ihres Dienstleistungsportfolios – insbesondere beim Dienstleistungsexport – systematisch unterstützt. Dazu werden von den Verbund- und Valuepartnern praxisnahe Lösungskonzepte konzipiert, erprobt und etabliert. Dabei finden sowohl die Anbieterperspektive, die unter dem Abwägen der Kosten und Erlöse die Effizienz und Produktivität der Leistung fokussiert, als auch die Kundenperspektive, bei der die Qualität in Abhängigkeit zum kundenindividuellen Kosten-Nutzen-Verhältnis im Vordergrund steht, Berücksichtigung.

Herausforderungen

In den vergangenen Jahren sind immer mehr Unternehmen dazu übergegangen, wissensintensive Dienstleistungen nicht mehr ausschließlich durch eigene, sogenannte „Inhouse“ Kapazitäten abzubilden, sondern diese von global agierenden Dienstleistern einzukaufen. Der Erfolg von komplexen wissensintensiven Dienstleistungen deutscher Anbieter wird dabei maßgeblich durch die Produktivität der internen wie externen Kooperationsbeziehungen bestimmt. Eine wesentliche Herausforderung bei der Bestimmung der Produktivität ist die exakte Erfassung von Input und Output, weil sowohl Input als auch Output zu einem Großteil von externen Ressourcen abhängig sind, die sich nur schwer steuern lassen. Bis dato fehlt es aber an praxistauglichen Verfahren, Methoden und Instrumenten, die dazu beitragen, die Produktivität von Dienstleistungen zu gestalten, zu steigern oder auf hohem Niveau zu halten. Dies führt zu Problemen bei der Akzeptanz und Diffusion von neuen Dienstleistungen. So können wissensintensive Dienstleistungen nur dann einen Beitrag zu Wachstum und Beschäftigung leisten, wenn qualitativ hochwertige Leistungen zu bezahlbaren Preisen angeboten werden. Es zeichnet sich ab, dass die Verknüpfung von Dienstleistungsproduktivität und Dienstleistungsentwicklung den entscheidenden Treiber für Innovationen in der Dienstleistungswirtschaft darstellt.

Zielsetzung

Ziel des Projektes WiDiPro ist daher die Gestaltung und Steigerung von Produktivität in kreativ ausgelegten und zugleich komplexen, wissensintensiven Dienstleistungsprozessen durch intelligente, selbstlernende Methoden und Instrumente. Zu diesem Zweck werden die Faktoren zur Gestaltung von Produktivität identifiziert und durch innovative Methoden für das Management wie auch für jeden einzelnen Mitarbeitenden „regelbar“.

Die Herausforderung besteht daher darin, Methoden und Instrumente zu entwickeln, die eine permanente (dynamisch abgreifbare), objektive Einschätzung der Leistungserbringung aus Kunden- und Dienstleistersicht ermöglichen sowie die Gestaltung der Leistungserstellung (Produktivität, vom Kunden wahrgenommene Dienstleistungsqualität) verbessern. Die Umsetzung eines solchen Instrumentariums erfordert die Analyse, Integration und Weiterentwicklung arbeitswissenschaftlicher, ingenieurwissenschaftlicher und betriebswirtschaftlicher Methoden. Wesentliche Schwerpunkte des Instrumentariums bilden daher die aktive Steuerung der Kommunikations-, Koordinations- und Kooperationsprozesse zwischen Dienstleister und Kunden. Diese Steuerung kann durch die Verbesserung der Ressourcenallokation innerhalb von Dienstleistungswertschöpfungsprozessen sowie eine prospektive Erfassung von Kundennutzen hinsichtlich der Ausgestaltung einer Dienstleistung erfolgen. Die Produktivitätsgestaltung in einem solchen Szenario ist durch Methoden zur Angebotserstellung, (dynamische) Effizienzanalysen sowie rechnergestützte Controlling- und Steuerungssysteme gekennzeichnet, die auf die Anforderungen des Dienstleisters und insbesondere der Kunden abgestimmt sind. Zu diesem Zweck sind produktivitätshemmende Faktoren bei wissensintensiven Dienstleistungen zu identifizieren und zu evaluieren. Die identifizierten Ergebnisse bzgl. der Ursachen von Nacharbeiten bzw. Iterationen bei einer wissensintensiven Dienstleistungserbringung leisten somit einen wirtschaftlichen wie wissenschaftlichen Beitrag zur Reduzierung wertschöpfungshemmender Ursachen.

Förderung

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Verbundprojekt im Forschungs- und Entwicklungsprogramms „Innovationen mit Dienstleistungen“, Förderschwerpunkt: „Produktivität von Dienstleistungen“

Projektträger

  • Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Projektträger (DLR-PT)

Projektpartner

Fraunhofer-Institut für Fabrikbetrieb und -automatisierung IFF, Magdeburg

Kohlbecker I Architekten & Ingenieure GmbH, Gaggenau
InGenics AG, Ulm

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