Tech4Age

  Älterer Mann betrachtet iPad mit Eyetrackingbrille Urheberrecht: © Mario Irrmischer

  

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Human Factors Engineering and Ergonomics in Healthcare

 

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.11.2014 bis 30.09.2022
Forschungsbereich:
Soziotechnische Systeme und Mensch-Maschine-Schnittstellen
Status:
Laufend

Weitere Informationen

Kontakt

Name

Alexander Mertens

Abteilungsleitung Ergonomie und Mensch-Maschine-Systeme

Telefon

work
+49 241 80 99494

E-Mail

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Kurzbeschreibung

Die Nachwuchsgruppe Human Factors Engineering and Ergonomics in Healthcare forscht an zielgruppenspezifischen Benutzungsschnittstellen für telemedizinische Systeme und Dienstleistungen, die dabei unterstützen, ältere und sehr alte Personen in die gesundheitliche Versorgung durch diese Systeme zu integrieren.

Herausforderungen

Die eigenständige Benutzung von komplexen medizinischen Produkten durch den Patienten in dessen häuslichem Umfeld steigt stetig. Gleichzeitig sinkt die Zahl der in der medizinischen Versorgung (Pflege, Rehabilitation, …) zur Verfügung stehenden Arbeitspersonen. Hieraus ergibt sich die Herausforderung, dass Patienten, speziell Ältere, die medizinischen Produkte ihres täglichen Bedarfs eigenständig benutzen müssen. Die Gestaltung der dafür notwendigen Benutzerschnittstellen ist Herausforderung und Ziel dieses Forschungsprojekts.

Zielsetzung

Gesamtziel des Vorhabens ist die wissenschaftlich fundierte und anwendungsorientierte Entwicklung technikbasierter Gestaltungslösungen für eine effiziente, effektive und zufriedenstellende Interaktion älterer und sehr alter Personen mit telemedizinischen Systemen und Dienstleistungen in der häuslichen Nachsorge. Hierbei liegt der Fokus insbesondere darauf, die Adhärenz und Akzeptanz für die Technikintegration mittels zielgruppengerechter Benutzungsschnittstellen nachhaltig sicherzustellen sowie auf dem interdisziplinären Kompetenzaufbau und -austausch mithilfe von Entwurfsmustern (d.h. Lösungsschablonen für wiederkehrende Entwurfsprobleme). Durch die empirische Evaluation der relevanten ergonomischen Einflussfaktoren und Wirkzusammenhänge bei der Mensch-Technik-Interaktion, kann die Nutzbarkeit und Nützlichkeit der entwickelten medizintechnischen Lösungskonzepte im Kontext der Herausforderungen des demografischen Wandels für die Gesundheitsversorgung in Deutschland langfristig gewährleistet werden.

Vorgehen

Die Methodik zur Erreichung des Forschungsvorhabens umfasst die menschzentrierte Entwicklung zielgruppengerechter Gestaltungslösungen gemäß DIN EN ISO 9241-210.

  • Messbarmachung psychophysikalischer Wirkzusammenhänge bei der Mensch-Technik-Interaktion
  • Altersdifferenzierte Evaluation der Anforderungen, Hürden und Hemmungen in empirischen Laboruntersuchungen
  • Klinische Studien zur Auswirkung der Technikintegration auf die Therapietreue

Neben der ergonomischen Gestaltung werden im Projekt auch die ethischen, sozialen und rechtlichen Implikationen („ELSI Fragestellung“) des digitalen Wandels betrachtet und u. a. in öffentlichen Veranstaltungen mit einem breiten Publikum diskutiert. Weitere Informationen hierzu, sind der Website der Aachener DenkfabrEthik zu entnehmen.

  Älterer Mann zeigt auf Skizze in einem Labor Urheberrecht: © Martin Braun  

Ergebnisse

Die Ergebnisse werden in regelmäßigen Abständen national und international veröffentlicht. Bisherige Ergebnisse entnehmen Sie daher bitte unserer Publikationsliste auf der Projektwebsite.

Förderung

Das Projekt Tech4Age (Förderkennzeichen: 16SV7111) wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Projektträger ist der VDI/VDE Innovation und Technik GmbH.

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