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Produktivitäts-Logiken komplexer Dienstleistungen

 

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.11.2010 bis 31.10.2013
Forschungsbereich:
Modellierung und Simulation von komplexen Arbeitsprozessen und -systemen
Status:
Abgeschlossen

Kontakt

Name

Susanne Mütze-Niewöhner

Abteilungsleitung Arbeitsorganisation

Telefon

work
+49 241 80 99451

E-Mail

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Das industrielle Dienstleistungsgeschäft hat für Unternehmen zunehmend an Bedeutung gewonnen und ist heute ein tragender Geschäftsbestandteil im Leistungsportfolio eines Unternehmens oder einer öffentlichen Trägerschaft. Mit dem Wachstum der wirtschaftlichen Bedeutung von Dienstleistungen gewinnt die Frage nach der Produktivität von Dienstleistungen an Relevanz, denn Produktivität und Wertschöpfung sind nicht allein als betriebswirtschaftliche Kenngrößen zu betrachten, sondern bilden das Fundament für anerkannte Formen organisierter Erwerbsarbeit. Dienstleistungsproduktivität stellt somit eine elementare Quelle des Wohlstands in einer Dienstleistungsgesellschaft dar, bildet aber auch die wesentliche Voraussetzung für Innovation und Diffusion von neuen Dienstleistungen. Die Konzepte zur Produktivitätsmessung und -steuerung in der Sachgüterproduktion lassen sich aber aufgrund der Unterschiede zwischen diesen beiden Domänen nicht ohne Weiteres auf Dienstleistungen übertragen. Eine zentrale Herausforderung bei der Bestimmung von Produktivitätslogiken bei Dienstleistungen ist die exakte Bestimmung der Einflussfaktoren, deren Wechselbeziehungen untereinander sowie der Größen, die die Produktivität beschreiben. Dabei stellt sich insbesondere die Ermittlung, Steuerung und Optimierung der Dienstleistungsproduktivität als schwierig heraus, da diese zu einem Großteil von externen Ressourcen (Dienstleistern, stochastischen Ereignissen etc.) abhängen.

Übersicht der kurz- und mittelfristigen Ziele des ProLoDi Verbundprojektes

Ziel des Projektes „ProLoDi“ war die Identifizierung, Beschreibung und Optimierung von Produktivitätslogiken in komplexen hybriden Wertschöpfungsprozessen durch die Weiterentwicklung und Anwendung von Verfahren der prozeduralen Modellierung und der Wissensrepräsentation. Als Ergebnis ist ein praxisorientiertes Instrumentarium zur kontinuierlichen Analyse und Optimierung von Produktivitätslogiken im Spannungsfeld zwischen der Ausprägung eines Sachgutes (Variantenvielfalt), dem Dienstleistungssetting und der resultierenden Produktivität entwickelt worden. Im Einzelnen wurden folgende Ziele verfolgt:

  • Untersuchung und Identifikation von Einflussfaktoren erfolgreicher Dienstleistungen
  • Entwicklung eines Informationsmodells für Dienstleistungen und Dienstleistungsproduktivität
  • Integration der Informationsmodelle zu einem Metamodell für Produktivitätslogiken und einer Ontologie
  • Entwicklung eines simulationsfähigen prozeduralen Modells und Durchführung von Simulationsstudien
  • Entwicklung von Optimierungsheuristiken, die eine Verbesserung der Parametrisierung eines Dienstleistungsmodells in Richtung eines vorgegeben mehrkriteriellen Zielsystems ermöglichen
  • Integration einer Optimierungsheuristik in das Simulationsmodell
  • Softwaretechnische Umsetzung eines prototypischen praxisorientierten Instrumentariums zur prospektiven Analyse und Optimierung von komplexen Dienstleistungsprozessen

Förderung

  • Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF)
  • Verbundprojekt im Forschungs- und Entwicklungsprogramm "Innovationen mit Dienstleistungen", Förderschwerpunkt: „Produktivität von Dienstleistungen"

Projektträger

Deutsches Zentrum für Luft- und Raumfahrt Projektträger (DLR-PT)

Projektpartner

Deutsche Post Lehrstuhl für Optimierung von Distributionsnetzwerken (DPOR)
E.ON Avacon AG
InfraServ GmbH & Co. Knapsack KG

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