PM-Kompare

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Für das Prozessmanagement Kompetenzen arbeitsprozessintegriert entwickeln

 

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.12.2013 bis 31.10.2017
Forschungsbereich:
Aus-, Fort- und Weiterbildungskonzepte für gewerblich-technische Domänen | Digitale Medien in der beruflichen Bildung | Qualifikationsforschung in gewerblich-technischen Domänen
Status:
Abgeschlossen

Weitere Informationen

Kontakt

Name

Martin Frenz

Abteilungsleitung Bildung für technische Berufe

Telefon

work
+49 241 80 99480

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Kurzbeschreibung

Im Verbundprojekt PM-Kompare wurden aufbauend auf erfassten, beschriebenen und systematisierten Arbeitsprozessen von Fachkräften in der Produktionsorganisation Konzepte für die arbeitsprozessintegrierte Kompetenzentwicklung in Unternehmen entwickelt und umgesetzt, sowie ein Fernlehrgang zur Vorbereitung auf die Fortbildungsprüfung zur geprüften Prozessmanagerin und zum geprüften Prozessmanager Produktionstechnologie entwickelt, durchgeführt und evaluiert.

Herausforderungen

Im Kontext von Industrie 4.0 liegt ein entscheidender Faktor für den wirtschaftlichen Erfolg von kleinen und mittelständischen Unternehmen (KMU) des produzierenden Gewerbes in der Gestaltung effektiver und effizienter Produktionsprozesse. Dadurch gewinnen komplexe Aufgaben der Produktionsorganisation wie beispielsweise die Gestaltung und Optimierung von Fertigungsprozessen, welche von Fachkräften wahrgenommen werden, zunehmend an Bedeutung. Es fehlen jedoch geeignete didaktische Konzepte und Lehrgangsangebote zur Förderung der für Aufgaben der Produktionsorganisation benötigten Kompetenzen.

Zielsetzung

Das Verbundprojekt „PM-Kompare - Für das Prozessmanagement Kompetenzen arbeitsprozessintegriert entwickeln“ verfolgte das Ziel, Instrumente für eine nachhaltige arbeitsprozessintegrierte Kompetenzentwicklung von Fachkräften kleiner und mittlerer Unternehmen für das Prozessmanagement zu erarbeiten.

Die Arbeitsschwerpunkte des Verbundprojektes umfassen:

  • Erheben, beschreiben und systematisieren der Arbeitsprozesse von Fachkräften in der Produktionsorganisation
  • Entwicklung und Umsetzung von Konzepten für die arbeitsprozessintegrierte Kompetenzentwicklung in Unternehmen
  • Entwicklung, Durchführung und Evaluation eines Fernlehrgangs zur Vorbereitung auf die Fortbildungsprüfung zur geprüften Prozessmanagerin und zum geprüften Prozessmanager Produktionstechnologie

Vorgehen

Für die Entwicklung geeigneter Instrumente zur Kompetenzförderung in der Produktionsorganisation wurden im Sinne einer kompetenzorientierten Didaktik Studien der Qualifikationsforschung durchgeführt. Dabei wurden zum einen durch eine Ordnungsmittelanalyse normative Aspekte der Curriculumgestaltung erhoben, zum anderen in den durchgeführten Arbeitsprozessanalysen empirisch relevante Arbeitsprozesse der Erwerbsarbeit in der Produktionsorganisation analysiert und für die Entwicklung von Instrumenten zur Kompetenzförderung zugrunde gelegt.

Ergebnisse

Die entwickelten Instrumente stellen sich der Herausforderung, Kompetenzen in betrieblichen Prozessen zu fördern. Hierfür wurde ein theoretisches Modell zur Förderung reflexiver Handlungsfähigkeit in betrieblichen Arbeitsaufgaben zugrunde gelegt. Unter Rückgriff auf die Ergebnisse der Arbeitsprozessanalysen wird den Lernenden ein situativer Zugang eröffnet. Die Kompetenzen werden strukturiert an typischen Situationen der Erwerbsarbeit gefördert. Durch eine Verknüpfung formellen und informellen Lernens soll dieses reflexive Lernen ermöglicht werden. Hierfür wurden insbesondere zwei Instrumente zur Kompetenzförderung entwickelt: Ein Lehr-Lern-Konzept zur Bearbeitung von Situationsaufgaben und ein Portfoliokonzept zur Unterstützung der Bearbeitung und Dokumentation betrieblicher Projekte.

Das entwickelte Konzept für einen Fernlehrgang zur Vorbereitung auf die Fortbildungsprüfung wurde im Rahmen des Verbundprojektes PM-Kompare in einem vermarktungsfähigen Angebot umgesetzt und mit 18 Teilnehmenden im Zeitraum von April 2015 bis Oktober 2016 durchgeführt. Im Zuge dessen wurden das Lehr-Lern-Konzept zur Bearbeitung der Situationsaufgaben und das Portfoliokonzept ebenfalls in der Durchführung erprobt und kontinuierlich hinsichtlich der Praxistauglichkeit und der Lernförderlichkeit in Bezug auf die angestrebte Kompetenzentwicklung evaluiert.

Förderung

„Dieses Forschungs- und Entwicklungsprojekt wird mit Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung (BMBF) im Programm „Innovationen für die Produktion, Dienstleistung und Arbeit von morgen“ (Förderkennzeichen: 02L12A000/001/002/003) gefördert und vom Projektträger Karlsruhe (PTKA) betreut. Die Verantwortung für den Inhalt dieser Veröffentlichung liegt beim Autor.“

Projektpartner

Dr.-Ing. Paul Christiani GmbH Co. KG (Koordinator)
Überbetriebliches Bildungszentrum in Ostbayern GmbH (ÜBZO)
Stahl- und Metallbau Ihnen GmbH Co. KG

Umsetzungspartner
Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB)
Verband deutscher Maschinen- und Anlagenbau e.V.
IG Metall Aachen
Starrag/Dörries Scharmann Technologie GmbH
Grammer AG
BHS Corrugated Maschinen- und Anlagenbau GmbH
Constantia Hueck Folien GmbH & Co. KG
Industrie- und Handelskammer Aachen
Industrie- und Handelskammer für Ostfriesland und Papenburg
Handwerkskammer für Ostfriesland
Springer Verlag
Ascending Technologies

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