PCompanion – Mobiles Monitoringsystem zur Unterstützung von Parkinsonpatienten

  Smartphone im Vordergrund und älterer Mann mit Pflegerin im Hintergrund Urheberrecht: © UKA

  

Projektlogo Parkinson Companion  

Benutzungsfreundliche, adaptive Benutzungsschnittstelle und Datenvisualisierung

 

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.09.2017 bis 31.01.2021
Forschungsbereich:
Informationsgestaltung und Datenvisualisierung
Status:
Abgeschlossen

Weitere Informationen

Kontakt

Name

Alexander Mertens

Abteilungsleitung Ergonomie und Mensch-Maschine-Systeme

Telefon

work
+49 241 80 99494

E-Mail

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Kurzbeschreibung

Bevor es bei Parkinsonerkrankten zu Bewegungsstörungen kommt, treten bereits Veränderungen bei der Regulation von vegetativen Körperfunktionen und des Schlafs auf. Zum jetzigen Zeitpunkt steht jedoch kein breit verfügbares Screening- und Monitoringsystem zur Verfügung, welches diese Früherkennung leisten kann.

Herausforderungen

„Herausforderungen“ Die Herausforderungen für das Projekt liegen in der Früherkennung von Störungen des REM-Schlafes sowie der Veränderungen von Körperfunktionen, wie z. B. verlangsamte Bewegungen oder Haltungsinstabilität.

Zielsetzung

Ziel des PCompanion-Projektes war es, das erste mobile, patientennahe Screening- und Monitoringsystem zur Frühdiagnostik und zum Management der Parkinsonerkrankungen zu entwickeln. Im Fokus steht dabei die Früherkennung von Störungen des REM-Schlafes und anderer unterschwelliger Veränderungen von Körperfunktionen, wie z. B. verlangsamte Bewegungen oder Haltungsinstabilität.

Vorgehen

Für die Frühdiagnostik und das Management von Parkinson wurde ein körpernahes Sensorsystem entwickelt, welches durch die Patienten und deren Angehörige in der häuslichen Umgebung selber eingesetzt werden kann. Hierbei laufen Daten einer intuitiv bedienbaren, mobilen Tagebuchapplikation mit Sensordaten aus einem Schlafmonitoring-System zusammen. Prädiktive Algorithmen werten die Daten aus und ermöglichen ein intelligentes Datenmanagement. Beide Komponenten sind eingebettet in einen telemedizinischen Videomonitoring-Service, bei dem Patienten ferndiagnostisch durch Experten betreut werden. Das System wurde nutzerzentriert gemeinsam mit einer Vielzahl von Parkinsonpatienten und Angehörigen entwickelt, um die Ergonomie, aber auch die Mensch-Maschine-Schnittstelle zu optimieren.

Ergebnisse

Ergebnis des Projektes ist eine benutzungsfreundliche Smartphoneapplikation welche in Kombination mit einem Schlafsensoriksystem von Parkinson Patientinnen und Patienten selbstständig und einfach verwendet werden kann. Die zu Beginn identifizierten Anforderungen der Patientinnen und Patienten an das System und dessen Anwendung zeigten, dass diese selber einen Einblick in ihre Gesundheitsdaten und deren Zusammenhänge mit Ihrem Verhalten gewinnen wollten. Zusätzliche Funktionen wie ein Gehirntraining wurden durch Nutzerfeedback mit in das Finale System mitaufgenommen und führten zu einer positiven Bewertung dessen. Aus den kontrollierten Laborstudien mit Eye-Tracking konnten Gestaltungshinweise für eine ergonomische Gestaltung der Mensch-Technik Interaktion sowie darin enthaltener Datenvisualisierungen abgeleitet werden.

Förderung

Das Projekt wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung unter dem Förderkennzeichen 16SV7860 gefördert.

Projektpartner
Deutsche Gesellschaft für Neurologie
Universitätsklinik Aachen – Neurologie
Fraunhofer ISST
Somnomedics GmbH
MVB – Medizinische Videobeobachtung GmbH

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