ErgoCAM

  Screenshot der Software ErgoCAM Urheberrecht: © IAW

  

 

Vermittlung arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse mit der ErgoCAM

 

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.04.2018 bis 31.12.2018
Forschungsbereich:
Arbeitsplatz- und Produktgestaltung | Mensch-Roboter-Interaktion
Status:
Abgeschlossen

Weitere Informationen

Kontakt

Name

Christopher Brandl

Abteilungsleitung Ergonomie und Mensch-Maschine-Systeme

Telefon

work
+49 241 80 99474

E-Mail

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Kurzbeschreibung und Herausforderung

Das zur ergonomischen Analyse von Arbeitswelten zur Verfügung stehende arbeitswissenschaftliche Methodeninventar umfasst Bewertungsverfahren, deren Ergebnisse für die Gestaltung von Arbeitswelten lediglich von Experten nutzbar gemacht werden können. Damit sind die arbeitswissenschaftlichen Erkenntnisse für sogenannte Laien nicht verständlich und anwendbar. Durch den technologiegetriebenen Wandel lassen sich manuelle Bewertungsverfahren zu digitalisierten und vernetzten Messsystemen weiterentwickeln. Ein solch innovatives Messsystem – bestehend aus Motion Capture Sensoren in Kombination mit intelligenten Algorithmen – wurde am IAW der RWTH Aachen für den betrieblichen Einsatz entwickelt. In diesem Projekt soll das vorhandene Messsystem zu einer sogenannten ErgoCAM in Kombination mit einem didaktisch-methodischen Kommunikationskonzept zur Wissensvermittlung weiterentwickelt werden. ErgoCAM visualisiert in Echtzeit die Ergebnisse ergonomischer Bewertungsverfahren in einer für Laien verständlichen Form.

Ziel

Ziel ist die Vermittlung arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse. Dafür sollen die Teilnehmenden mit ErgoCAM interaktiv agieren, um eigenständig die Aufgabe der ergonomischen Arbeitsgestaltung auszuführen. Die dafür notwendigen Teilaufgaben – von der ergonomischen Analyse bis hin zur Ableitung und Umsetzung von Maßnahmen sowie der Überprüfung der Wirksamkeit – werden anhand bekannter Tätigkeiten aus dem häuslichen Umfeld (z. B. Bügeln) durchgeführt. Das didaktisch-methodische Kommunikationskonzept unterstützt ein ganzheitliches Verständnis der Teilnehmenden durch die Elemente Informieren, Planen, Entscheiden, Ausführen, Kontrollieren und Bewerten und fördert den selbstständigen Transfer auf die eigene berufliche Arbeit. Das Ziel wird dadurch erreicht, dass ErgoCAM als mobiler Demonstrator umgesetzt, das Kommunikationskonzept erarbeitet, die häuslichen Tätigkeiten entsprechend aufbereitet und BarCamps in Kombination mit der Aufzeichnung von „Testimonials“ durchgeführt werden.

Vorgehen und Methoden

Die Befähigung ergonomischer Laien durch die Vermittlung arbeitswissenschaftlicher Erkenntnisse zur Gestaltung von Tätigkeiten ist wissenschaftlicher Inhalt des Projektes. Am Beispiel häuslicher Tätigkeiten werden zunächst die Auswirkungen von Arbeitsbedingungen vermittelt und in Echtzeit durch ErgoCAM visualisiert (z.B. unterschiedliche Arbeitshöhen). Nachdem belastende Tätigkeiten erlebt wurden, wird die Entwicklung von Verbesserungsmaßnahmen durch ErgoCAM initiiert und den Laien bei der Umsetzung assistiert. Die verbesserte Tätigkeit wird erneut ausgeführt, deren Wirksamkeit erlebt und durch ErgoCAM bestätigt. So wird der selbstständige Transfer auf die eigene berufliche Arbeit gefördert.

Fördergeber und Förderkennzeichen

Das Projekt wurde als eins der Gewinnerprojekte beim Hochschulwettbewerb 2018 im Rahmen des Wissenschaftsjahrs „Arbeitswelten der Zukunft“ ausgewählt und mit einem Preisgeld durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung unterstützt.

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