DURCHBLICK

 

Detektion unterschiedlicher unkonventioneller Spreng- und Brandvorrichtungen mittels intelligenter analytischer Sensorik

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Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.05.2017 bis 01.05.2019
Forschungsbereich:
Usability und UX Engineering
Status:
Abgeschlossen

Weitere Informationen

Kontakt

Name

Alexander Mertens

Abteilungsleitung Ergonomie und Mensch-Maschine-Systeme

Telefon

work
+49 241 80 99494

E-Mail

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Kurzbeschreibung

Im Internet werden zunehmend Anleitungen zur einfachen Herstellung von unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtungen verbreitet. Sicherheits- und Einsatzkräfte müssen jederzeit in der Lage sein, verdächtige Objekte wie etwa herrenlose Gepäckstücke oder manipulierte Mülleimer schnell und zuverlässig zu untersuchen. Das Ziel des deutsch-österreichischen Projektes DURCHBLICK ist es, ein robotergestütztes, leistungsstarkes Sensoriksystem verfügbar zu machen, mit dem über ein benutzerfreundliches Interface verdächtige Objekte untersucht werden können.

Herausforderungen

Durch die zunehmende Verbreitung von Anleitungen zur einfachen Herstellung von unkonventionellen Spreng- und Brandvorrichtungen (USBV) sehen sich sowohl Deutschland als auch Österreich einer ernstzunehmenden Gefährdung der öffentlichen Sicherheit gegenüber. Die Sicherheits- und Einsatzkräfte beider Länder müssen in der Lage sein, verdächtige Objekte wie etwa herrenlose Gepäckstücke oder manipulierte Mülleimer schnell, zuverlässig und mit einem möglichst geringen Eigenrisiko zu untersuchen. Die derzeit im Einsatz befindlichen Technologien stoßen dabei immer wieder an ihre Grenzen.

 
 
 

Zielsetzung

Ziel des bilateralen Projekts DURCHBLICK ist es, ein robotergestütztes, leistungsstarkes Sensoriksystem verfügbar zu machen, mit dem insbesondere Objekte, die nicht von allen Seiten zugänglich sind, untersucht werden können. Im Rahmen des Vorhabens wurden dazu der Einsatz von neuen Methoden wie der Röntgen-Rückstreu-Technologie oder mobilen Gamma-Kameras ebenso wie innovative Ansätze zur interaktiven Darstellung der gewonnenen Informationen für die Fachkräfte im Bereich der Entschärfung untersucht. Zudem erfolgte eine ethische und rechtliche Betrachtung des Technologieeinsatzes im Hinblick auf Einsatzkräfte und Dritte.

Vorgehen

Ein Schwerpunkt der Arbeiten des IAW liegt zum einen auf der Erarbeitung des benutzerfreundlichen Interface (Front-End) und zum anderen auf den ethischen Betrachtungen die Technikakzeptanz für das soziotechnische System.
Für die nutzerzentrierte Interaktionsgestaltung wurden zunächst die Nutzungsanforderungen mittels Endanwender-Workshops und Experteninterviews erhoben. Danach erfolgte die Erarbeitung eines Bedienkonzept mit kontextspezifischem Interaktionsdesign und die Umsetzung in Low-Fidelity-Prototypen, wie Wireframes und Papierprototypen, bis High-Fidelity-Prototypen mit entsprechender Funktionalität. Die Prototypen wurden iterativ über expertenbasierte Methoden, wie Cognitive Walkthroughs, und Usability-Testing mittels Fragebögen und Eye-Tracking evaluiert.

Für die Erhebung der Technikakzeptanz unter Einbeziehung aller Stakeholder fanden vor allem qualitative Methoden, wie semistrukturierte Interviews, Anwendung, um fortwährend Empfehlungen für die Gestaltung des soziotechnischen Gesamtsystems abzuleiten.

Förderung

Das Forschungsprojekt DURCHBLICK (Förderkennzeichen: 13N14329) wurde vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Programms „Forschung für die zivile Sicherheit“ der Bundesregierung im Rahmen der Bekanntmachung „Zivile Sicherheit – Aspekte und Maßnahmen der Terrorismusbekämpfung“ gefördert. Im Auftrag des BMBF übernahm der VDI/VDE-IT die Projektträgerschaft.

Projektpartner

Fraunhofer-Institut für Kurzzeitdynamik, Ernst-Mach-Institut, EMI

D-Tec System Consulting GmbH

Albert-Ludwig-Universität Freiburg, Freiburger Materialforschungszentrum FMF

Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin, Forschungsinstitut für öffentliche und private Sicherheit (FÖPS Berlin)

progenoX GmbH

Landeskriminalamt Baden-Württemberg, Kriminaltechnisches Institut

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