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Demografierobuste Innovation für Forschungs- und Entwicklungsteams

 

Steckbrief

Eckdaten

Laufzeit:
01.08.2011 bis 30.04.2015
Forschungsbereich:
Ganzheitliche Analyse und Gestaltung von Team- und Gruppenarbeit
Status:
Abgeschlossen

Kontakt

Name

Susanne Mütze-Niewöhner

Abteilungsleitung Arbeitsorganisation

Telefon

work
+49 241 80 99451

E-Mail

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Herausforderungen

Der demografische Wandel hat einen zentralen Effekt: Die Gesellschaft altert, weil die Menschen länger leben und die Zahl der Neugeborenen zurückgeht. Das wirkt sich auch auf die Erwerbstätigkeit aus. In traditionellen Unternehmen nimmt die Zahl der jüngeren Beschäftigten ab und die der älteren zu. Dies führt immer wieder zu der Befürchtung, dass dadurch auch die Innovationsfähigkeit der deutschen Wirtschaft geschwächt sein könnte. Das Verbundprojekt derobino zeigt auf, dass diese Schlussfolgerung nicht zwingend ist.

Zielsetzung

Ziel von derobino war die Entwicklung und Erprobung eines demografieorientierten Mess- und Prognose­instrumentariums zur betrieblichen Ermittlung und Ausgestaltung von aktuellen und zukünf­tigen Innovationspotenzialen von FuE-Projekten in Schlüsselindustrien unter primärer Berück­sichtigung der Kooperation in altersdiversen Konstellationen zur Behebung des Fachkräftemangels in strukturschwachen wie auch in strukturstarken Grenzregionen.

Vorgehen

Die Verbundpartner führten eine gemeinsame Laborstudie durch, in der die demographischen Faktoren bei der Teamzusammensetzung für innovative Aufgabenstellungen untersucht wurden. Die Ergebnisse zeigen, dass altershomogene Teams, unabhängig ob jünger oder älter, in Brainstorming-Aufgaben originellere Ergebnisse erzielten, während altersgemischte Teams auf Erfolgsmaßen von Konstruktionsaufgaben besser abschnitten. Altersheterogene Teams waren bei der Realisierung innovativer Aufgaben überlegen, da sie gemeinsam über mehr Erfahrung und Wissen verfügen. Für die Praxis erscheint es vor diesem Hintergrund empfehlenswert, bei der Auswahl von Teammitgliedern den Aufgabentyp, die Ziele und die Komplexität der Aufgabe zu berücksichtigen.

Ergebnisse

Die Verbundpartner veröffentlichen ihre Forschungsergebnisse in dem Band Teamkonstellation und betriebliche Innovationsprozesse mit verschiedenen Beiträgen aus dem Projekt. In dem Buch wird der Frage nachgegangen, wie sich die Innovationsfähigkeit von Unternehmen im demografischen Wandel erhalten oder sogar steigern lässt. Dabei sehen die Autoren Diversität – gerade auch im Bereich von Kompetenz, Wissen und Alter – als Erfolgsfaktor für Innovationen an. Hier ist von entscheidender Bedeutung, die grundlegenden Kommunikations- und Koordinationsprozesse in den Teams genauer zu analysieren. Aus unterschiedlich gewonnenen Befunden verschiedener Disziplinen entwickeln die Autoren praxisnahe Werkzeuge, die helfen, Herausforderungen auf der praktischen Ebene des betrieblichen Alltags besser zu bewältigen. Darüber hinaus werden diese Werkzeuge aus der Perspektive der betrieblichen Praxis evaluiert.

In diversen Handreichungen werden verschiedene Ergebnisse des Forschungsprojekts in handlungsleitender Form leicht verständlich dargestellt. Die Handreichungen stehen interessierten Lesern kostenfrei zum Download zur Verfügung.

Mit der im Projekt entwickelten Software für die personalintegrierte Simulation können informatorische Abhängigkeiten zwischen Projektaufgaben, überlappende Projektaufgaben und Iterationsschleifen nach dem Concurrent Engineering-Prinzip valide abgebildet und simuliert werden. Mithilfe von Histogrammen der zu erwartenden Projektdauer und ‑kosten sowie der simulierten Projektverläufe werden Verantwortliche dabei unterstützt, den Projektablauf bereits vor der Projektimplementierung zu analysieren und mögliche Risiken für das Projekt zu erkennen. Bei Interesse wenden Sie sich bitte an die Ansprechperson des Projekts.

Die Verbundpartner der Universität Greifswald entwickelten mit dem „Diversitätsplaner“ ein einfaches und effizientes Instrument für die optimale Zusammenstellung innovativer Projektteams. Interessierten Führungskräften, die ein unter dem Gesichtspunkt der Diversität geeignetes Team von Mitarbeitern für ein Projekt zusammenzustellen wollen, steht der kostenpflichtige Service der Universität Greifswald zur Verfügung. Der Kontakt erfolgt über Professor Manfred Bornewasser.

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