Methoden der empirischen Arbeitswissenschaft

Steckbrief

Eckdaten

Abschluss:
Master
Semester:
Wintersemester
Dozent:
Dr. Alexander Mertens, Dr. Christopher Brandl, Professorin Verena Nitsch
Sprache:
Deutsch

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Inhalt

Die Lehrveranstaltung „Methoden der empirischen Arbeitswissenschaft“ vermittelt eine interdisziplinäre Herangehensweise und Methodik zur benutzerzentrierten Entwicklung soziotechnischer Systeme. Grundlage ist ein auf die Anforderungen anwendungsbezogener Technikwissenschaften angepasster Methodenbaukasten, der ausgewählte qualitative, quantitative und hybride (mixed-method) Ansätze aus den Ingenieurwissenschaften, der Informatik, der Psychologie, der Techniksoziologie und der Humanmedizin kombiniert.

Ziel

In der Lehrveranstaltung werden, ausgehend von den in der Vorlesung vermittelten Inhalten für verschiedene lehreinheitsübergreifende Anwendungsfälle die für die jeweilige Fragestellung und die verfügbaren Ressourcen geeignetsten Methodenkombinationen und Vorgehensweisen im wöchentlichen Wechsel gemeinsam mit den Studierenden erarbeitet (Übung) und anschließend praktisch umgesetzt (Labor). Neben dem Verständnis für die Wirkprinzipien und Rahmenbedingungen zur effizienten und effektiven Anwendung, wird auch die grundlegende Vorgehensweise, Qualitätssicherung und Wissenschaftsethik bei der empirischen Forschung mit und für Menschen vermittelt und erlaubt so einen integrierten Ansatz zum Verständnis.

Lehr- und Lernmethode

Der Fertigkeitsaufbau zur Anwendung der in der Lehrveranstaltung vermittelten methodischen Grundlagen für die empirische Forschung mit und am Menschen und die Übertragung / der Transfer auf einen konkreten Anwendungsfall geschieht inkrementell in zwei Phasen. In der ersten Phase werden die grundlegenden psychophysikalischen Wirkzusammenhänge der jeweiligen Methodik anhand geeigneter Modelle in einer Kombination aus Frontalunterricht und „umgedrehtem Unterricht“ (flipped classroom) mit Präsenz- und webbasierten Einheiten vermittelt. In der zweiten Phase werden diese bisher noch theoretischen Kompetenzen in praktischen Übungen an Fallbeispielen/Anwendungsfällen im Usability-Labor iterativ unter Aufsicht und steigender Komplexität der zu beantwortenden Fragestellungen selbstständig angewandt und erprobt. Hierdurch entwickeln die Studierenden sowohl die Kompetenz, die verfügbaren Technologien anzuwenden, sowie insbesondere fundiert zu entscheiden, welche der Methoden bzw. welche Kombination von Methoden für die jeweiligen Rahmenbedingungen am besten geeignet sind. Zusätzlich werden die Limitationen einer empirisch gestützten Technikwissenschaft diskutiert und alternative Ansätze (z.B. Simulation) aufgezeigt, so dass die Studierenden nach erfolgreichem Abschluss der Lehrveranstaltung die Anwendbarkeit und Eignung der Methoden kontextspezifisch fundiert bewerten können.